Botswana Durchquerung

Die Adrenalinausschüttung befindet sich am Maximum des Möglichen und für einen Moment laufen einem viele Bilder vor dem inneren Auge ab – ein Mix an miesen Szenarien und Möglichkeiten, die einfach nicht wahr werden dürfen. Und genau in diesem Moment ziehe ich das Lenkrad nach rechts rüber und der Allrad unseres 4×4 bekommt wieder Grip und auch die Flutwelle ist noch mal davon abzuhalten einen Schwall Wasser in die Luftansaugung des Motors zu schieben, was das Fahrzeug noch mal von der Schippe springen lässt…

Wir durchfahren gerade den dritten Flussarm des Khwai-River, der sich am Rande des Okavango-Deltas in Botswana befindet.

Wir haben uns entschieden, ein zweites Mal nach Afrika auf den schwarzen Kontinent zu reisen und haben uns für eine Fahrt auf eigene Faust durch Botswana und Namibia entschieden. Nach dem letzten Jahr in Südafrika hatten wir uns nicht ganz leicht getan, aber dann nach eben längerer Recherche doch dafür entschieden.

Nachdem wir über Doha in Katar nach Windhoek fliegen, halten wir uns nicht lange in Namibia auf und fahren noch am selben Tag bis kurz vor die Grenze zur Campsite Kalahari Bush Breaks, der am Abend dann leider wieder der schäbige Eindruck Afrikas aufkam. Offensichtlich gibt es auch hier wieder arme Menschen, die im Dunkeln auftauchen und einem am Zelt aufdringlich anbetteln und eher Angst einjagen, bzw. kaum abzuwimmeln sind.
Naja, am nächsten Tag ging es dann etwas müde weiter über die Grenze weiter nach Ghanzi, wo wir dann auf der recht schönen und sauberen Thakadu Campsite genächtigt haben. Generell eine recht öde Strecke, die wir dann weiter nach Maun fortsetzten. Die Straßen sind ziemlich lang geradeaus und landschaftlich waren keine Highlights dabei. Eine ziemlich trockene Gegend, was auch nicht verwundert (obwohl wir im Mai kurz nach der Regenzeit liegen), da es sich um die Ausläufer der Kalahari Wüste handelt.

Maun selbst ist eine ziemlich touristische Stadt, die noch mal zum Auffüllen aller Vorräte und vor allem zum Auftanken des Fahrzeugs dient. Denn kurz hinter Maun verlässt man die asphaltierte Straße und fährt nur noch mit permanenten Allrad auf Schotterpisten, bzw. vielen (teilweise schwierigen) sandigen Strecke. Dort machen wir dann die Erfahrung, dass plötzlich ein Schild auftaucht, dass auf Wasser auf der Strecke aufmerksam macht…
Was wir dabei übersehen ist, dass es eine kleine einspurige Abzweigung mit sehr tiefer Sandpassage gibt. Und so fahren wir weiter bis zum Flussufer und versuchen einen guten Abschnitt an den Seiten zu finden. Dabei entdecken wir noch keilende Elefanten am anderen Ufer und sehen, dass es hier schon deutlich breiter ist und eine Durchquerung unmöglich macht. Wir fahren also wieder zurück auf den Hauptpfad und sehen dort Autospuren, die direkt ins Wasser führen – eine Kontrolle vom Rand sagt uns zudem, dass man es ggf. schaffen kann, wenn man mit der richtigen Geschwindigkeit die Wasserwelle vor sich her schiebt. Trotz fehlendem hohen Luftschnorchel des Autos wagen wir es, da wir keine andere Möglichkeit sehen. Den ersten Teil des Flussarmes schaffen wir auch, filmen es sogar mit, sehen aber dann das noch weitere folgen. Beim zweiten fangen wir schon richtig an zu schwitzen, dann aber bei der dritten Flussdurchquerung kommen wir ins Straucheln… Die Wassertiefe schätzen wir mit 1,20 Meter ab und wir können von Glück sprechen, dass der Motor trotz des Wassers nicht abstirbt und wir große Probleme bekommen.
Nachdem wir allerdings sehen, dass noch weitere breite Wasserläufe folgen, schwindet der Mut und wir planen umzudrehen und Hilfe zu holen. Ein durchaus schwieriges Unterfangen, da der Weg zurück eine erneute Probe für Mensch und Maschine ist. Es klappt dann allerdings doch und wir entdecken dann zu unserer Rettung die besagte Seitenpassage.

(Bei der späteren Recherche bei Google sehen wir, wie eine solche Situation ausgehen kann… [quelle: youtube])


Playing elephants

Diese müssen wir nehmen, als wir dann nach ein paar schwierigen Nächten wieder aufbrechen. Schwierig waren die Nächte deshalb, weil die Campsite Mankwe  wie auch alle anderen Campsites in Botswana keine Einzäumung hat und wegen der wilden Tiere äußerste Aufmerksamkeit geboten ist. Ein recht aggressiver Elefantenbulle und das machtvolle knurren von Löwen in der Nähe kommen in der Nacht besonders gut an und man kann nicht wirklich entspannt zur Ruhe kommen.

Elephant
Attentive mungos
Self drive safari
Munching impala
short stop-over
Welcoming committee

Lilac breasted roller
Lilac breasted roller
Balck white pattern
Looking into my eyes
Shadow in the forest
Doing a stopover
The leading elephant

Wir folgen am nächsten Tag der Route Richtung Norden durch den Chobe Nationalpark. Niedrige Geschwindigkeiten müssen wir fahren, da Tiefsandpassagen es nicht anders ermöglichen und der Weg generell ziemlich schwierig zu befahrendes Terrain ist. Natürlich gehört auch irgendwie ein positives Gefühl dazu, denn wir wussten aus dem Logbuch, dass es bislang nur ein Fahrzeug vor uns an diesem Tag auf der Strecke gegeben hat. Also, man muss dem eigenen Fahrzeug schon sehr vertrauen und sicher sein, dass man nicht liegen bleibt – denn Hilfe bekommt man nur per Satellitentelefon und aussteigen ist in der Wildnis besser zu unterlassen.



Wildebeest taking a rest
Self drive safari
Butterflys taking a rest

Am Abend erreichen wir Mwandi View, was direkt am Chobe River gelegen ist, eine tolle Aussicht bietet und eine wirklich tolle Campsite mit Unterkünften ist. Von hier aus starten wir tags drauf eine Safaritour im Chobe und schließen diesen Tag mit einer Bootstour auf dem Sedudu ab, der vom Sambesi-Strom mit Wasser versorgt wird.
Grandiose Erfahrungen und Herausforderungen in einer tollen wilden Umgebung 🙂

Kingfisher
Feeding of the small kingfisher
Feeding of the small kingfisher


Mokoro drive
Vulture
Observer
Self drive safari
Relaxing crocodiles
Relaxing crocodile
Flying up
Strange tongue
One of the ugly five
Munching hippo
Bird carrier
Walking elephant
Taking a bath
Fishers in the sunset
Africans sunset

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