Safaritour durch Namibia

Ein bisschen hoffen wir das wir uns täuschen, aber irgendwie ist es uns doch klar, dass die Strafe die ich soeben den Polizisten abgedrückt habe, in ihre eigene Tasche wandert. Das ist schon ziemlich ärgerlich, denn der Verstoß war meines Erachtens nicht gravierend, die Strafe ist aber deutlich höher als es wahrscheinlich irgendwo in Europa der Fall wäre. Das versuche ich auch dem einen Polizisten zu erklären, aber jede Art von Diskussionen führt eher ins Gegenteil…

Wir sind kurz vor der Landesgrenze im Norden Botswana’s, um nach Namibia zu fahren. Als ich dann mit Kriechgeschwindigkeit ein Stop-Schild an einer T-Kreuzung überrolle, halten sie mich an. Das ärgerliche ist, dass ich die Polizisten am Straßenrand gesehen hatte und mich penibel an die Geschwindigkeitsvorgaben halte, aber eben dieses Stop-Schild außer Acht lasse. Nachdem ich angehalten habe, und später in der Diskussion noch mitbekomme dass ich auch die Hälfte der Gebühr für eine andere Person übernehmen könne, sehe ich zu die Sache schnell zu bezahlen und loszukommen.
Dabei hatten wir noch intensiv überlegt, was wir nun mit den mehr als tausend Botswana Pula als Bargeld anfangen, denn in Namibia will niemand diese Währung entgegennehmen. Kurzum, das Problem wurde nun auf die blödeste Art und Weise gelöst…

Wir fahren über die langen schnurgeraden Straßen Namibia’s, genießen die Weite, hängen gedanklich aber noch irgendwo in der Wildnis Botswana’s. Zwar ist die Population der Menschen hier in Namibia nicht viel höher, trotzdem muss man sich erstmal wieder an die Zivilisation gewöhnen. An den Straßenrändern sieht man wieder die typischen Lehm- oder Wellblechhütten. Teilweise möchten die Menschen an der Straße noch Dinge verkaufen, bieten rohes Fleisch an, oder trocknen das Fell eines Tieres, welches gerade am Straßenrand zerlegt wird.

Wir wechseln nun in Namibia unsere Schlafstelle und mischen zwischen Camping und festen Unterkünften. Ein Großteil der Zeit wollen wir im Etosha Nationalpark verbringen um die Safari weiter fortzusetzen. Morgens oder Abend auf Pirschfahrt zu sein, ist einfach fesselnd und spannend.

Leider fangen wir uns recht zu Beginn in Namibia irgendeinen Keim ein, der uns beide schwer zu schaffen macht. Immerhin, wir haben eine gute Reiseapotheke dabei, denn den Besuch bei einem Arzt versuchen wird zu vermeiden. Durch diese Geschichte verpassen wir aber tatsächlich einige Tage unseres Urlaubs, was uns sehr schwer fällt. Irgendwie zum Ausgleich allerdings, genießen wir hier großartige Sightings.

Den einen morgen recht früh bei Sonnenaufgang sehen wir eine junge Hyäne, die sich aber schnell auch wieder trollt um mit den Erwachsenen zu verschwinden. Später dann sehen wir noch recht nah eine Gepardendame, die plötzlich stehen bleibt und nach hinten schaut. Völlig unerwartet kommen drei kleine Geparden hinterhergerannt, die alle wirklich sehr süß waren. Ein beeindruckender Moment, auch als die Mutter dann versucht einem der Kleinen zu zeigen wie man sich an die potentielle Beute anschleicht. In diesem Fall war die Gazelle allerdings aufmerksam genug und ist ziemlich schnell davongekommen.

Wir konnten es selber kaum glauben, aber an diesem Morgen sehen wir dann noch ein Nashorn welches einen ziemlich relaxten Eindruck machte und recht nah kam. Es ist doch immer wieder traurig wenn man von den vielen Wilderungen hört, die sogar mit dem Militär versucht werden zu bekämpfen.

An einem der Abende bekommen wir noch einen Tipp, den wir dann auch am nächsten Morgen befolgen. Und in der Tat ein ganzes Löwenrudel können wir beobachten. Allerdings waren sie dann doch noch ein ganzes Stück entfernt und verschwanden schnell, weit auf die Salzpfannen hinaus.
Kurz bevor wir den Etosha Nationalpark verlassen, sehen wir noch einen weiteren prächtigen Löwen – er täuscht allerdings auch leider nicht drüber hinweg, dass wir nun wieder weiter müssen.

Neben der Safari ist aber auch die Landschaft sehr beeindruckend und die Fahrt zum abschließenden Waterberg Plateau ist einfach schön. Hier in dieser Region haben wir in einer privaten Concession Area nochmal die Möglichkeit auf Nashorn-Safari zu gehen.
Einfach großartige Tiere, doch sehr erschreckend das es offensichtlich nur noch so wenige davon gibt. Dazu ist es sehr bedrückend, dass das Wildlife Photo 2017 genau das Thema der Wilderei darstellt. Und alles nur wegen dem Horn welches in Asien zu hohen Preisen gehandelt wird.

Hier der entsprechende Link zum Foto: http://www.nhm.ac.uk/visit/wpy/gallery/2017/images/wildlife-photographer-of-the-year/5281/memorial-to-a-species.html
Offensichtlich ist der Handel mit diesem Horn so reizvoll, dass man selbst größte Gefahren eingeht. Noch vor ein paar Tagen sind Wilderer dabei umgekommen. Der Link zum Bericht: https://www.nytimes.com/2018/07/06/world/africa/south-africa-lions-poachers.html

Alles zusammen genommen sind wir glücklich wieder auf dem afrikanischen Kontinent gewesen zu sein und hoffen zurückzukommen…

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